Project:

Berlin Stadteingang West

Year:

2023 -

Client:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin

Location:

Berlin, Deutschland

Program:

Mischnutzung

Area:

66.5 ha

ARCHITEKT:

Hosoya Schaefer Architects

PLANUNGSTEAM:

AgenceTer.de GmbH Burckhardt Architektur IBV Hüsler

VISUALISIERUNG:

Bloom Images

 

Der Stadteingang West besteht heute aus einzelnen getrennten Teilgebieten im Sinne von O.M. Ungers unbeplante Stadt-Archipele, mit Resträumen umgeben.  Das Konzept der Stadtlagune Westkreuz denkt und gestaltet diese Freiräume mit ihren Rändern und Bebauungsinseln im positiven Sinne als eine Lagune – ein kontinuierlicher Freiraum, in den die Stadtarchipele als kompakte Stadtkörper-Inseln eingefügt sind und die über Passagen elegant verbunden sind.

Kompakte, dichte Stadtkörper als inselartige Strukturen mit verschatteten Freiräumen und einer kleinteiligen Nutzungsmischung – wie die Stadt Venedig – stehen im Kontrast zu großen, grünen Freiräumen – in Venedig das Wasser. Dies erzeugt auch einen spannenden räumlichen Kontrast.

Der zusammenhängende Freiraum fungiert als Schwamm für die Quartiere und hält bei Starkregen das Wasser zurück. Dieses wird im Sinne der Lagune auch selbstverständlicher Teil der Freianlagen und Gebäudekonzeptionen.

Der zusammenhängende Freiraum ermöglicht eine optimale klimatische Durchlüftung und ermöglicht in Verbindung mit den großen Gleistrassen die Kaltluftzufuhr.

In der Lagune gibt es eine eigene Art, sich fortzubewegen – wie in Venedig mit dem Boot, bewegt man sich in der Stadtlagune mit dem Fahrrad oder kleinen autonomen Sammeltaxis, die nicht auf dem Stadtstraßennetz fahren, sondern die Fahrradinfrastruktur mitnutzen (sog. „Lagunenmobilität“). Kommt man in den Quartieren an, muss man wie in Venedig auf die Lagunenmobilität umsteigen.

Vernetzungen und Brücken erhalten eine besondere Bedeutung – die Erschließung muss sehr gezielt die Inseln vernetzen. Die Wege werden zu einer stadträumlich und naturräumlich inszenierten Raumabfolge, Brücken werden zu Aufenthaltsorten, notwendige Böschungskörper zu trockenresistenten Landschaftsdünen oder Sonnenwiesen aufgewertet.

Durch den starken Fokus der Leitidee auf neue autofreie Mobilität, dichte, lebenswerte Quartiere bei gleichzeitiger Berücksichtigung von  stadtklimatischen und ökologischen Vorrangräumen sehen wir die Chance, aus der heutigen Infrastrukturlandschaft mit starker Trennwirkung an diesem (Nicht-) Ort eine Nachbarschaft vielfältiger Kieze zu konzipieren, die räumlich und atmosphärisch eigenständige Quartiere bilden, aber durch die intensive und intelligente Vernetzung die vielen Barrieren überwinden, diese unsichtbar integrieren oder sogar als markant gestaltetes Element der Quartiersidentität erlebbar werden lassen – verzahnte enge Nachbarschaften, von Grün und Trassen umströmt.

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