Ara und Neumann & Büren Areal
2023 -
Stadtentwicklungsgesellschaft Langenfeld mbH
Langenfeld, Deutschland
Gemischtes Stadtquartier
GSF: 68'175 qm
BGF: 77'350 qm
Eingeladener Wettbewerb, 1. Preis
Hosoya Schaefer Architects
Agence Ter Landschaftsarchitekten
Hosoya Schaefer Architects
Einbettung – Wohnen und Arbeiten zwischen Stadt und Landschaft/Natur
Die beiden Gewerbeareale befinden sich in einer sehr heterogenen Stadtlandschaft, die unterschiedlichste Maßstäbe, Nutzungen und Qualitäten besitzt. Als zwei große Baufelder können diese wesentliche Verbesserungsimpulse für die Entwicklung der gesamten „Vorstadt“ geben. Das Einbetten und Miteinbeziehen weitere Freiflächen und Wegebeziehungen ist dabei wesentlich: Unser Konzept sieht eine urbane Allee im Norden (Hardt) und ein blau-grünes Landschaftsband im Süden vor, die das Gewerbeareale sinnvoll einbetten, adressieren und atmosphärisch räumlich organisieren. Kurze Wege ins Grüne zu Fuß oder per Rad zur Erholung und Spiel nach Süden; Nahverkehr, individuelle Mobilität und Adressbildung im Stadtbild nach Norden. Zwischen den beiden Raumbändern gibt es mehrere grüne Trittsteine, die die Quartiere im Inneren aufwerten und Vernetzungsmöglichkeiten eröffnen. Dazu gehört beispielsweise der Friedhof oder die Waldinsel Jansenbusch.
Ein abgestuftes Nutzungskonzept Stadt – Quartier – Areal
Entscheidend für die Entwicklung der Areal ist das passende Nutzungskonzept, welches auf den Ebenen Stadt – Quartier – Areal jeweils an den richtigen Stellen die richtigen Akzente setzt und die Wünsche der Bürger mit wirtschaftlichen Lösungen verbindet. Das Areal Neumann und Büren nimmt dabei eine Bedeutung für die gesamte Stadtgemeinschaft ein und knüpft an den Immigrather Platz ein, während das Areal Ara sich in die Quartiersgemeinschaft einbettet und dieses mit speziellen Treffpunkten ergänzt. Hinzu kommen gemeinschaftliche Nutzungen für die Arealbewohner. So entsteht ein sorgfältig abgestuftes Nutzungs- und Freiraumsystem.
Kooperative Neumann & Büren
Das Gewerbeareal ist architektonisch und freiräumlich einzigartig in Langenfeld und von Lage und Nachnutzbarkeit sehr geeignet, die Bedarfe nach Wohnen und Arbeiten in einem besonderen Umfeld zu implementieren. Auch von der Geschichte des Ortes bietet es sich an, soziale, kulturelle und gastronomische Angebote, die vielfach von Jung und Alt in der Beteiligung geäußert wurden, in diese Areal mit einzuweben. Mit Werkhöfen im Norden und Wohnen im Süden, sozialkulturellen Nutzungen nach Westen zum Park hin entsteht ein attraktives, lebendiges, durchmischtes und vielfältiges Quartier, das an die bestehenden Strukturen im Stadtteil anknüpft, sich mit diesen vernetzen und diesen auch neue Impulse und Attraktivität verleihen kann.
Kleinteilige Mischung auf dem ARA-Areal
Der große Bedarf an Wohnungen in Langenfeld führt zu dichteren und mehrgeschossigen Bauweisen, die sich aber in Gliederung, Materialität und Durchlässigkeit mit den konzipierten Gebäudetypologien sehr gut in Maßstab des Kontextes und der Ränder einfügen. Es entstehe vier neue und zwei aus dem Bestand entwickelte Hoftypen mit primärer Wohnnutzung, an frequentierten oder stark durch Emissionen beeinflussten Stellen sind nichtstörendes Gewerbe- und Büroflächen vorgesehen. Die klar adressierten öffentlichen und privaten Freiräume ermöglichen sozialen Austausch und Aufenthalt, Rückzugsräume gibt es auf in Privatgärten, Balkonen und Dachterrassen.
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