Projekt:

Nationaler Innovationspark

Jahr:

2014

Kunde:

Amt für Raumentwicklung, Baudirektion Kanton Zürich

Ort:

Dübendorf , Schweiz

Programm:

Forschung, Lehre, Dienstleistungen, Produktion, Gewerbe, Erholung, Gastro, Kongres, Wohnen

Fläche:

71 ha / BGF 680.600 qm

Architekt:

Hosoya Schaefer Architects AG, Zürich

Beauftragung:

Studienverfahren mit Präqualifikation: 1. Preis. Beauftragung zur Weiterbearbeitung

Landschaftsarchitekt:

Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Verkehrsplanung:

IBV Hüsler AG, Zürich

Raumentwicklung:

KEEAS Raumkonzepte, Zürich

Strategie:

Maxmakers, Zürich

Nachhaltigkeit:

Keoto AG, Zürich

Visualisierung:

Rendertaxi, Aachen

Nationaler Innovationspark Hubstandort Dübendorf – Stand Studienverfahren

Der Innovationspark ist eine nationale Infrastruktur zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Schweiz. Dort, wo vormals die Luftwaffe den Luftraum gesichert hat, soll nun der Innovationspark den Wissensraum der Schweiz sichern.

Dazu braucht es Strategie, Struktur und Stabilität: Inhalte und Themen des Innovationsparks müssen definiert, Planung und Prozesse gesteuert und erleichtert werden; und vor allem braucht es den politischen Willen, das Projekt voranzutreiben und die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung zu stellen.

Das Konzept für den Innovationspark baut auf drei strategischen Prinzipien auf: Der Innovationspark ermöglicht eine Vernetzung von Akteuren aus Forschung, Industrie, Institutionen, aber auch von Individuen und schafft dafür die idealen räumlichen Voraussetzungen. Dazu ist eine Konzentration von Nutzungen und Wissen notwendig, welche sich in räumlicher Dichte niederschlägt und Interaktionen vereinfacht.
Als Ausgleich dafür wird Freiraum geschaffen – Freiraum zum Denken, Forschen und körperlich Erfahren. Dies wird durch  den Einbezug des weiten Landschaftsraum ermöglicht, der einen Kontrapunkt zur räumlichen Dichte der zentralen Bereiche schafft.

Innovation geschieht durch und zwischen Menschen. Innovation ist hochwertig, wenn sich kreative Menschen mit spezifischen Fähigkeiten gegenseitig inspirieren. Um kreative Menschen an einem Ort zusammenzubringen, braucht es eine Strategie: Es müssen Ressourcen (andere Menschen, Wissen, Material, Raum, Technologie) zur Verfügung gestellt werden mit der Möglichkeit, diese zu etwas Neuem zu kombinieren. Menschen brauchen aber auch einen kulturellen Kontext. Der Innovationspark muss sich daher in den Ort und in bestehende Netzwerke einfügen.

Städte sind Orte der Interaktion und so seit Jahrtausenden auch Orte der Innovation. Ein Innovationspark ist ein zweckgebundener urbaner Ort, mit dem Ziel in einem qualitätsvollen Raum („Park“) spezialisierte Interaktionen zu verdichten („Innovation“). Dazu müssen Themen gesetzt werden. Zum Beispiel können die Systemwissenschaften (complex system science) als Leitthema dienen.
Die vorgeschlagene Nutzungsmischung besteht aus Ankernutzungen, Business-Nutzungen (Innovationspark im engeren Sinne), Wohnen, sozialer Infrastruktur, zentralen Funktionen, speziellen Funktionen (z.B. Museum), regionalen Funktionen (z.B. Berufsschule), Infrastruktur und Freiräumen.

Stadtidee

Der Metropolitanraum Zürich, bzw. das polyzentrische Schweizer Mittelland funktionieren bereits als Innovationspark. Die föderale, liberale und unternehmerische Struktur der Schweiz ermöglicht eine hohe Vielfalt und Flexibilität. Oft fehlen aber Schwerpunkte und Cluster. Fehlende Vernetzung oder hohe Mobilitätskosten sind das Resultat.

Der Innovationspark befindet sich in der Agglomeration, nicht in einer verdichteten Stadt. Die Inkubation innovativer Prozesse benötigt aber Konzentration und Dichte. Wie lassen sich städtische Elemente auf Massstabsebene Agglomeration verankern und verknüpfen?

Der Innovationspark zieht sich als artikuliertes Band den Bestandsbauten entlang und ist parkseitig durch den Parkway begrenzt. Dieser ist eine erkennbare Erschliessungsfigur, die auf der Massstabsebene Agglomeration funktioniert und als Adresse dient. Er ermöglicht die Entflechtung von Verkehr, so dass im Inneren des Innovationsparks eine vom Verkehr ungestörte, fussläufige Dichte erzielt werden kann.

Die Parkbänder, darunter der Säntisblick, durchqueren das Band der Bebauung und ermöglichen der Bevölkerung Zugang zum Park und zum Massstab der Landschaft. Innerhalb des Innovation Parks gibt es ein Angebot von verschiedenen Freiräumen; von weitläufigen Parkbereichen mit ruhigen Erholungsflächen hin zu kleinen Plätze und aktiven Treffpunkten.

Im Inneren des Areals liegt die Innovation Mall. Sie ist städtisch und dicht, als Fussgängerachse mit Allee und Tram ausgebildet. Sie wird zum zentralen Treffpunkt und bietet Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch. Die ansässigen Firmen richten ihre publikumswirksamen Bereiche wie Ausstellungsräume oder Aufenthalts- und Repräsentationsräume auf diese Achse aus; die Innovation Mall wird zur Schnittstelle mit der Öffentlichkeit.

Der Innovationspark für Grossfirmen besteht aus grossen, zusammenhängenden Baufeldern im Massstab der städtischen Peripherie, die im Extremfall nur für Mitarbeiter zugänglich sind. Die Baufelder könnten im Baurecht an Firmen vergeben werden. Parkierung und Anlieferung muss parzellenintern gelöst werden. Die Erschliessungsstrassen dienen alternierend als Adresse und als Anlieferung.

Auf der äusseren Seite der Innovation Mall liegt das Innovation Village. Dies ist ein kleinräumiges, stark durchwegtes gewerbliches Gebiet, das Austausch vereinfachen soll. Höfe dienen der Erschliessung und Adressierung. Vermutlich werden diese Gebäude durch Investoren erstellt und vermietet.

Die Museumsachse erstreckt sich vom Eingangsgebäude zum Fliegermuseum und befindet sich neben den bestehenden Hangarbauten. Die Museumsachse soll durch öffentliche Nutzungen und Events aktiviert werden. Ankernutzungen, das Campusmodul und das Museum of Natural Systems, positionieren den Innovationspark auf dem (inter)nationalen Massstab. Sie sind städtebaulich nicht zwingend notwendig.

Das Resultat ist ein geordnetes Gefüge unterschiedlicher Massstäblichkeiten, die sich in die Stadtlandschaft des Glatttals einfügen.

 

Das Projekt im Spiegel der Presse:

Ein Innovationspark mit Säntisblick.“
Neue Zürcher Zeitung. 27.08.2013

Durch den Götterbogen auf die Säntisachse.“
Tages Anzeiger. 27.08.2014

Innovationspark Flugplatz Dübendorf: Kanton präsentiert Studie.“
SRF. 27.08.2014

Fliegerei belebt Innovationspark.“
Neue Zürcher Zeitung. 03.09.2014

In Dübendorf heben künftig Businessjets ab.“
Tages Anzeiger. 03.09.2014

Kanton Zürich will vorwärts machen.
Neue Zürcher Zeitung. 23.01.2015

So könnte der Innovationspark aussehen.“
Tages Anzeiger. 23.01.2015

Banken wollen im Innovationspark Startups ansiedeln.
Neue Zürcher Zeitung. 12.02.2015

Bund soll nationalen Innovationspark unterstützen.“
Neue Zürcher Zeitung. 09.06.2015

Kantonsrat will den Innovationspark.
Neue Zürcher Zeitung. 29.06.2015

Erste Bewerber für den Innovationspark.“
Neue Zürcher Zeitung. 08.08.2015

Startschuss für das Silicon Valley von Dübendorf.
Tages Anzeiger. 10.09.2015

ZKB, ETH und Kanton gründen Stiftung für den Innovationspark.“
Tages Anzeiger. 17.09.2015

Innovationspark Dübendorf: Trotz Beschwerde geht Planung weiter.“
Tages Anzeiger. 05.10.2015

Planung für Innovationspark Dübendorf darf weitergehen.
Neue Zürcher Zeitung. 05.10.2015

 

Publikationen

Projekte

Architektur

Bahnhofplatz und Bushof Herisau
Stand: Vorprojekt

Neubau Mehrfamilienhaus in Binz
Stand: Eingabe

Innenausbau Apartment im Park Tower, Zug
Fertiggestellt

Innovatives Hochhaus im Grünen, Kanton Schwyz
Stand: Konzept

Parkgarage mit Verkaufsgeschäft, Zug
Stand: Vorprojekt

Riedmatt Ebikon
Wohnen, Gewerbe, Ateliers
Stand: Richtprojekt

Seegarten Altendorf
Familienwohnen, Alterswohnen, Gewerbe
Stand: Vorprojekt

Haus Chile
Innovatives Wohnhaus in Waldstück
Stand: Baueingabe

Buchs Areal Fegeren
Gebäude für die Präzisionsindustrie
Stand: Studie

Städtebau

Technologiecluster Zug
Bebauungsplan und Richtprojekt

Masterplan Industriestrasse Nord, Stadt Zug

Hafencity Elbbrückenquartier, Hamburg
Masterplan und Funktionsplan

Wilhelmsburg Elbinselquartier, Hamburg
Masterplan, Funktionsplan und Typologiestudie

Nationaler Innovationspark Schweiz, Hubstandort Zürich
Entwicklungsstudien

Innovations- und Produktionspark Patton Barracks, Heidelberg
Rahmenplanung

Wil West, Kanton Thurgau
Richtprojekt Städtebau

Städtebauliche Studie Areal Uzwil

Arealentwicklung Kanton Schwyz

Neugasse Zürich, Arealentwicklung mit öffentlicher Beteiligung

Masterplan Dierikon

Urban System Research

Mobiglobe Autostadt Wolfsburg
Forschung Mobilität

Strelka Institute, Moskau
Teaching: Advanced Urban Design

Entwicklungsstrategie für 3 Gemeinden im Kanton St. Gallen

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